Über 400 Gäste

Über 400 Geraer und Gäste beim gemeinsamen Lutherwegwandern mit Theater dabei

Blick in eine voll besetzte Kirche mit Kanzel

„Unduldsame Gespräche“ als szenische Lesung der Schauspielprofis von TPThüringen. (Stadtverwaltung/Catrin Heinrich) Die „Grünwerkstatt Stadtwald erleben“ hatte die Wanderungen organisiert. Theater & Philharmonie Thüringen unterstützte anlässlich des 500jährigen Reformationsjubiläums. Unter Regie von Schauspielchef Manuel Kressin beeindruckten Bruno Beeke, Ines Buchmann und Thomas C. Zinke in der Salvatorkirche sowie beim Open Air rund um den Fuchsturm die Wanderer. Sie transportierten äußerst anregenden Stoff mit dem, was Johann Wolfgang v. Goethe oder Thomas Mann, Friedrich Nietzsche oder Karl Marx über Luther einst äußerten. Auch Luthers Selbstreflexion spielte eine Rolle. Viele Wanderer erlebten die Auszüge aus der szenischen Lesung „Unduldsame Gespräche“ als „sehr bewegend“, „darüber habe ich noch lange nachgedacht“, wie es beim Weiterwandern untereinander hieß.

Zwei Musiker mit Streichinstrumenten vor einem Altarbild in einer Kirche

Viele der Wanderer erlebten ihre Gambenmusikpremiere beim Spiel des Ensembles um Antonio Clavijo Rojas in den Geraer Kirchen. (Stadt Gera/Catrin Heinrich) Ebenso große Begeisterung und Nachdenken über „Luther und die Welt“ löste das Gambenconsort um Jesús Antonio Clavijo Rojas in der Marienkirche und in der Zwötzener Kirche aus. Zwischen „das war heute meine Gambenpremiere“ bis hin zu „meditativ“ oder zu „ich tauchte voll in die Zeit vor 500 Jahren ein“, resümierten viele Wanderer das Musikerlebnis und gaben indirekt Claudia Baumgartner Recht, als sie von einer „neuen Qualität und kunstvollen Aufwertung des Lutherwegwanderns“ durch die Theaterbeteiligung am Lutherwegwandern sprach und herzlich den Theatermachern dankte. Sie würdigte außerdem den durch das Theater, durch alle Organisatoren und Wanderer in Gera gelebten Gemeinschaftssinn. Diesen unterstrichen auch Heinrich-Dieter Hischer vom Stadtwald-brücken-Förderverein und Felix Eckerle, Chefdramaturg von TPThüringen, zur Begrüßung aller Gäste in Collis. Für Eckerle zeige ein Tag wie dieser in Gera, dass das Reformationsjubiläum mehr zu bieten habe als Luther-Playmobilfiguren.

Wandergruppe mit Lutherweg-Schildern im Wald

Zur Eröffnung in Collis begrüßten (v.l.): Claudia Baumgartner, Dezernentin Bau und Umwelt Gera, Elisabeth Kaiser, neue SPD-Bundestagsabgeordnete, Felix Eckerle, Chefdramaturg TPThüringen, Heinrich-Dieter Hischer, Stadtwaldbrückenförderverein, Dr. Babette Winter, Staatssekretärin für Kultur und Europa in Thüringens Staatskanzlei, Horst Richter, Kirchbauverein Gera und Konrad Nickschick, Fachdienstleiter Umwelt.

Mit durch Gera unterwegs waren auch die Thüringer Staatssekretärin für Kultur und Europa, Dr. Babette Winter, die neue Geraer Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser sowie Mitglieder des Geraer Stadtrates. Als Gäste der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen wanderten auch Christen von STIOC aus Arnheim auf dem Lutherweg mit und gestalteten eigene Beiträge zum Gottesdienst in der Salvatorkirche. Die Niederländer und die hiesigen Pfarrer Dr. Frank Hiddemann und Pfarrer Michael Kleim füllten die Denkzettel für alle Gottesdienstteilnehmer mit vielen Themen zwischen Vertrauen und Gottvertrauen, zwischen Widerstand gegen Obrigkeiten und Würdigung der Demokratien in beiden Ländern.

Zum Organisationsteam des Lutherwegwanderns und zur „Grünwerkstatt Stadtwald erleben“ gehören der Förderverein Geraer Stadtwaldbrücken e.V., der Kirchbauverein Gera e.V., die OTEGAU, Privatpersonen, Ehrenamtliche und die Stadtverwaltung Gera. Der Ökumenische Kirchbauverein weihte anlässlich des 500jährigen Reformationsjubiläums an der Zwötzener Kirche die 13. Lutherweg-Infotafel in Gera ein.

FOTOIMPRESSION VON TOUR 2 ZWISCHEN SALVATORKIRCHE UND REFORMATIONSKREUZ

Besucher sitzen in den Bänken einer Kirche

(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Für den guten Überblick wählte sich Manuel Kressin den Platz in der letzten Reihe mittig in der Salvatorkirche. Der TPT-Schauspieldirektor sorgte mit seinem Team für ein Highlight während des Gottesdienstes. Die Auszüge aus der szenischen Lesung „Unduldsame Gespräche“ sorgten für viele weitere Gespräche während der anschließenden Tour auf dem Lutherweg.

Blick von der Empore in eine Kirche mit Altar

(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Pfarrer Michael Kleim (Foto) hier während des Gottesdienstes in der Salvatorkirche.

Große Menschengruppe hört im Wald einer Ansprache zu

(Stadt Gera/Catrin Heinrich) Ziel erreicht: Im Stadtwald trafen sich die Teilnehmer beider Touren. Rund um das Reformationskreuz und die Waldhausbrücke erlebten sie die Ökumenische Andacht.

Fotograf mit zwei Kameras und Mütze auf einer Wiese

(Stadt Gera/Catrin Heinrich) STEFFEN WEIß, INTERNETREDAKTEUR UND FOTOGRAF DER STADTVERWALTUNG GERA, BEGLEITETE FOTOGRAFISCH DIE TOUR 1 ZWISCHEN COLLIS ÜBER ZWÖTZEN IN DEN STADTWALD – HIER ZUR BILDERGALERIE

 

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