So soll die Marienbrücke gebaut werden: Der Bauwerksentwurf im Überblick

Das Ingenieurbüro VTU GmbH aus Gera hat den Bauwerksentwurf für die Marienbrücke im Geraer Stadtwald vorgelegt (Plan vom 18. September 2026). Er zeigt, wie die Brücke aufgebaut ist, woraus sie besteht und wie sie gebaut werden soll. Hier die wichtigsten Punkte in einfachen Worten.

Visualisierung der geplanten Marienbrücke von unten: Eine Brücke mit hölzernen Portalen und Geländer spannt über eine bewaldete Schlucht, getragen von schräg gestellten blauen Stahlstützen. Auf der Brücke gehen Wanderer.
KI-Visualisierung der geplanten Marienbrücke, Blick von unten (aus dem Bauwerksentwurf)

Was der Entwurf festlegt

Der Bauwerksentwurf beschreibt, wie die Brücke grundsätzlich aufgebaut ist: mit Ansichten, Schnitten und Detailzeichnungen sowie einer Draufsicht mit Baustraße und Kranstandort. Der Plan weist ausdrücklich darauf hin, dass die endgültigen Abmessungen nach statischen, konstruktiven und wirtschaftlichen Erfordernissen festgelegt werden. Alle Maße hier sind deshalb der Stand des Entwurfs. Sie können sich in der Ausführungsplanung noch ändern.

So ist die Brücke aufgebaut

  • Tragwerk: Die Brücke besteht aus Stahl. Sie ruht auf schräg gestellten, blau beschichteten Stahlstützen, die im Talgrund auf Fundamenten aufsetzen. Die Stützen sind rund 10 Meter hoch.
  • Weg: Der Belag besteht aus GFK (glasfaserverstärktem Kunststoff). Die Brücke ist im Regelbereich 1,80 Meter breit. In einem verbreiterten Bereich sind es 3,30 Meter. Dort ist örtlich ein begehbares Glaselement vorgesehen.
  • Geländer: Das Geländer ist rund 1,30 Meter hoch.
  • Portale: Über dem Weg stehen hölzerne Portale mit gekreuzten Balken. Sie geben der Brücke ihr Gesicht und erinnern an die hölzernen Vorgängerbrücken.
  • Widerlager und Fundamente: Sie bestehen aus Beton. Im Entwurf sind sie als Sichtbeton (Klasse SB2) mit glatter Schalung vorgesehen, die sichtbaren Kanten werden gebrochen.
Visualisierung der geplanten Marienbrücke von oben: Ein Holzweg mit Geländer und zwei hölzernen Portalen führt über die Schlucht, darunter stehen schräge blaue Stahlstützen auf einem Fundament.
KI-Visualisierung, Blick von oben (aus dem Bauwerksentwurf)

Stahl, der lange hält

Der Stahl erhält einen mehrschichtigen Korrosionsschutz nach den Regeln für Ingenieurbauwerke (ZTV-ING), damit die Brücke auch im feuchten Wald lange hält. Das Geländer wird feuerverzinkt. Die Deckbeschichtung ist im Farbton Eisenglimmer-Blau (DB 510) vorgesehen. So kommt das Blau der Stützen auf den Visualisierungen zustande.

Zeichnungen aus dem Entwurf

Die beiden Ansichten zeigen die Brücke von vorn: links am Widerlager, rechts im Bereich der Stützen. Gut zu erkennen sind das hölzerne Portal über dem Weg und das Geländer.

Technische Zeichnung: Ansicht des Widerlagers der Marienbrücke mit Geländer, hölzernem Portal und Fundament im Gelände, Maßstab 1:25.
Ansicht Widerlager (M 1:25)
Technische Zeichnung: Ansicht der Marienbrücke im Bereich der Stützen mit hölzernem Portal, Überbau und zwei etwa 10 Meter hohen Stützen auf Fundamenten, Maßstab 1:25.
Ansicht Mittelpfeiler (M 1:25)

Wie gebaut wird

Zum Entwurf gehört auch eine Draufsicht mit Baustraße und Kranstandort. Sie zeigt, wo die Baufahrzeuge zufahren und wo der Kran stehen soll. Das haben wir bei der Baustellenberatung am 6. Juli 2026 mit Forstamt, Stadt, Bundeswehr und Baufirma besprochen (mehr dazu im Beitrag Marienbrücke: Entwurf liegt vor).

Wie es weitergeht

Als Nächstes folgt die Ausführungsplanung durch VTU, in der die endgültigen Abmessungen festgelegt werden. Parallel stimmen wir uns mit Behörden, Unternehmen und Bundeswehr zur Vorbereitung der Gründung ab. Die Gründungsarbeiten sind für das Frühjahr 2027 geplant. Die gesamte Brücke kostet rund 300.000 Euro. Damit der Bau gelingt, sind wir weiter auf Spenden angewiesen.

So können Sie helfen

Mit Ihrer Spende hilft der Förderverein Stadtwaldbrücken Gera e.V., die Marienbrücke im Geraer Stadtwald wieder aufzubauen.

  • Online: per GoFundMe
  • Per Überweisung: Förderverein Stadtwaldbrücken Gera e.V., IBAN DE87 8305 0000 0014 7740 46, Sparkasse Gera-Greiz
  • Persönlich: in der Gera-Information, Markt 1A, 07545 Gera

Überweisung per QR-Code: Öffnen Sie Ihre Banking-App, wählen Sie „Überweisung per QR-Code“ oder „GiroCode“ (der Name unterscheidet sich je nach Bank) und scannen Sie den Code. Empfänger, IBAN und Verwendungszweck sind schon ausgefüllt, nur den Betrag tragen Sie selbst ein. Lesen Sie diese Seite auf dem Handy, kopieren Sie stattdessen die IBAN oben.

Der Verein ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Eine Spendenbescheinigung ist möglich. Fragen dazu beantworten wir unter h-d@hischer.eu oder 0365 36820.

Quelle: Bauwerksentwurf „Marienbrücke im Stadtwald Gera“, Bauwerksplan Teil 2 (Schnitte, Ansichten und Details), Ingenieurbüro VTU GmbH, Gera, Stand 18. September 2026, im Auftrag der Stadt Gera.